Mittwoch, 11. Juni 2014

Explosive Grundstimmung

Ich bin nicht gerade jemand, der Bloggen als sein Hobby bezeichnen würde... meistens dauert es sehr lange, bis ich wieder mal etwas schreibe. Da bin ich vermutlich nicht alleine - so geht’s sicher noch vielen anderen auch.

Was das Elektrofahren betrifft, gehöre ich dann doch eher zu einer Minderheit der Strassenbenützer.
Nicht zuletzt, weil es immer noch gewisse Nachteile gibt - die sollen nicht wegdiskutiert werden -  zwischen Benzinrollern und Elektrorollern, aber (!): Die Elektroroller holen auf und wenn man nicht zwingend am Stück über 100km zurücklegen muss, ohne nachladen zu können, so ist ein hartnäckiges Gesprächsthema bereits vom Tisch.

Es ist aber hier noch viel wichtiger als beim Benzinverbrauch, dass die Hersteller den Kunden korrekt und ehrlich informieren. Steigungen und nasskaltes Wetter sind Reichweitenkiller. Zudem sollten die Hersteller vielleicht nicht davon ausgehen, dass der Durchschnitt der Fahrer 80kg leicht ist. Zusammen mit ein bisschen Gepäck kommt man der 100kg Marke schon ziemlich schnell ziemlich nahe. Eleganter wäre die Angabe, wie weit das Fahrzeug kommt bei 100kg Zuladung und wenn man dann weniger Gewicht transportiert, weiss man ja, dass es sicher nicht weniger wird mit der Reichweite.

Also wenn ein Hersteller 70km Reichweite angibt bei 80kg Zuladung und im flachen Gelände bei 25°C Umgebungstemperatur, so werden daraus in der Praxis bei 100kg und 5-10% Steigung und 10°C Umgebungstemperatur schnell einmal 35-40km Reichweite. Das ist ja beim Benzinverbrauch ähnlich, nur fällt das dort nicht so ins Gewicht, da ein voller Tank i.d.R. einige Hundert km reicht.

So, nachdem ich mich nun wieder einmal wiederholt habe im eigenen Blog (räusper), nun zum Thema das mich beschäftigt diese Tage. Es geht mal wieder ums Ladegerät und um eine Acht im Hinterrad.

Ende Februar 2014 habe ich meinen E-Tropolis Future zu meinem Händler gebracht, um die Bremsen zu prüfen, einen Reifen zu wechseln und einem neuen Geräusch im Hinterrad auf die Spur zu kommen. Das beschriebene Geräusch sei vermutlich das Radlager, das mit rund 5000km "verbraucht" sei, teilt der Europasupport mit. Mein Händler befindet das Radlager als tiptop in Ordnung aber das Hinterrad habe eine Acht und die Bremse streife. Zudem seien diverse Schrauben der Hinterradabdeckung abgebrochen und diese werde nur noch von 3 Schrauben fixiert.

Beim aktuellen Zustand, den gefahrenen km und dem Alter ist das fast ein Totalschaden, dachte ich. Den Ersatz des Hinterrads mit Motor würde mich dank Kulanz von Bremen "nur" etwa 400 CHF kosten. Zusammen mit dem stark verbrauchten Akku (nochmals ca. 1100.- CHF inkl. Einbau) ist das ein happiger Betrag dafür, dass der Roller danach immer noch "alt" ist. Mein Händler konnte den Roller wieder soweit fahrtüchtig hinkriegen, trotz der Acht etc., den Reifen haben wir noch gewechselt und nun fahre ich meine Kurzstrecken bis der Akku nicht mehr (genug) tut.

Das ging gut bis zum 5. Mai... Am 1. Mai sind wir umgezogen und im Geschäft lade ich den Roller nicht mehr, da dort der Verdacht bestanden hat, dass es magnetische Störfelder gibt, die dem Ladegerät schaden könnten. Am 5. Mai also wollte ich meinen Roller in der Garage am neuen Wohnort laden. Beim Einschalten fing das Ladegerät an zu pfeifen, zuerst tief und dann immer höher bis es schliesslich explodiert ist. Zum Glück ist das Gehäuse stabil, denn es sprühten auch Funken aus den Kühlschlitzen und danach roch es ziemlich brenzlig. Ich dachte, das ist wohl hinüber.

Dieses Mal musste ich verhältnismässig lange auf ein Ersatzgerät warten. Nach gut drei Wochen hatte ich ein Ersatzgerät zu Hause und konnte den Roller wieder laden. Dank der 24Mte. Garantie auf das gekaufte Ladegerät, musste ich dafür nichts bezahlen. Inzwischen habe ich das fünfte Ladegerät in Betrieb und hoffe, dass es hält bis der Akku ganz verbraucht ist. Heikel beim Ladegerät ist, dass das Aluminiumgehäuse als Kühlkörper dient und möglichst nichts berühren sollte, damit er die Wärme gut an die Umgebung abgeben kann.

Ich bin schon arg enttäuscht von der Qualität des Ladegerätes. Keine Ahnung, warum dieses so oft kaputt geht. Wenn man im WWW sucht und liest, so waren es die Ladegeräte der ersten Generation, die die grössten Probleme verursachten. Im Gespräch mit dem Schweizer Importeur war auch einmal Thema, ob es evtl. am Roller liegen könnte, dass die Ladegeräte so schnell kaputtgehen. Nur um das herauszufinden, müsste man evtl. viel Zeit investieren ohne Garantie, dass man dann die Ursache auch findet.

Im Moment ist es jedenfalls so, dass der Roller läuft und das Ladegerät funktioniert. Allerdings habe ich schon langsam eine Phobie beim Einstecken des Laders, ob er läuft oder gleich in die Luft geht.
Erste Gedanken, mit welchem Modell der aktuelle Roller dann mal ausgewechselt werden soll beginnen sich zu manifestieren.

Bis zum nächsten Mal.
E-Fahrer

Dienstag, 10. September 2013

Alles nur Schall und Rauch?

...oder besser ¨Knall und Rauch¨...

Achtung, dies ist mein erster Artikel, den ich nicht auf einem herkoemmlichen PC schreibe, sondern auf einem Smartphone.

Seit ein paar Tagen uebe ich fleissig mit einem Samsung Galaxy S3 Mini. Damit es ein bisschen einfacher wird, habe ich mir erlaubt, eine Bluetooth Tastatur zu koppeln, die ich sonst mit einem Windows 8 Tablet verwende. Leider ist das Tastaturlayout im Android System US und die Tastenbeschriftung SG. Das bedeutet, dass saemtliche Umlaute fehlen und die Satzzeichen anders verteilt sind als angeschrieben.

Warum ¨Schall und Rauch?¨ ... ohh da hat sich was umgestellt äöü... ok die Tastatur scheint in der Schweiz angekommen zu sein :)

Also wieso schallt und raucht es in diesem Artikel? Es geht um das Ladegerät meines E-Rollers. Das ging vor einigen Wochen nämlich mal wieder in Rauch auf. Ich habe nicht mehr so genau mitgezählt aber es müsste das dritte Ladegerät sein, das sich verabschiedet hat. Es gab einen Knall und ein bisschen beissenden Rauch und fertig..

Auf den Fotos sieht man den pulverisierten Kondensator, der die Ursache des Debakels war. Als erstes erhielt ich vom Schweizer Importeur ein Ersatzladegerät ausgeliehen (kostenlos) und meldete den Schaden nach Bremen ins Europahauptquartier von e-tropolis. Dort teilte man mir mit, dass ich nach Ablauf der Garantie den Ersatz bezahlen müsse. Man kam mir dann ohne grosse Diskussionen entgegen und wir trafen uns in der finanziellen Mitte. So kostete mich dieser Ersatz knapp CHF 100.-. Das neue Ladegerät hat zudem wieder 24 Monate Garantie und ist eine Weiterentwicklung des alten. Die Ladespannung ist neu statt 60V auf 75V ausgelegt. Vermutlich war der alte Typ doch etwas überlastet. Äusserlich sieht man es dem Ladegerät nicht an, dass es verbessert wurde. Nur der 75V Kleber über den eingravierten 60V verrät einem dies.

Ich überlasse es jedem selbst, diese Ladegeräte-Geschichte zu beurteilen - mit den 50% Rabatt auf ein verbessertes Modell kann ich es gerade mal eben so akzeptieren.

















Inzwischen bin ich ja auch bei 6000km Tachostand angekommen. Die Batterie leistet noch gut 60% der Distanz, ist dafür aber auch innert kürzerer Zeit aufgeladen. Für meine 10-12km täglich reicht das noch völlig aus. Da ich eine Höhe von ca. 50m überwinden muss auf dem Weg zur Arbeit, ist die Distanz ohnehin kürzer als im flachen Gelände. Mit einer vollen Batterie fahre ich jetzt nach 6000km und ca. 27 Monaten Betrieb, Sommer und Winter, noch etwa 20-30km bei 100m Höhenunterschied...
 




Auf rauchfreies Laden hoffend, Euer E-Fahrer

Dienstag, 21. Mai 2013

Nie mehr zu spät...!

Es ist ja schon so, dass ich am liebsten den ganzen Tag Elektroroller fahren würde. Speziell ist das Fahgefühl noch immer, auch nach über 5000km, jawohl so weit hat "er" mich bereits gebracht. Ich erwähnte mal etwas von einer Uhr im Cockpit des Etropolis Future. Ich hatte diese vermisst und inzwischen Abhilfe geschaffen. Bei einem bekannten Grossverteiler in der Schweiz (der mit dem M) gibt es eine schwarze Quartzarmbanduhr zu kaufen für 18 CHF. 






Die soll es sein, dachte ich. Da gleich noch ein kleines Fest bevostand, wo man für gewöhnlich etwas geschenkt kriegt (nein ich meine nicht Weihnachten), verlief das ganze auch noch ressourcenfreundlich für mein Konto :) 
 
Auf nebenstehendem Bild kann man das Resultat bestaunen. Als Fixierung dient ein gutes, doppelseitiges Klebeband aus Gummi. Zur Feier der ersten 5000km vor ein paar Tagen habe ich meinen Etropolis mal wieder richtig sauber geputzt....auch die Felgen. 









Die hinteren Bremsklötze un der Reifen wurden inzwischen gewechselt und eine neue Bremsscheibe ist vorgesehen, da die alte nicht mehr ganz rund läuft. (warum auch immer, keine Ahnung, die hintere Bremsanlage war von Anfnag an etwas schräg montiert, meinte der Händler - sie hat auch oft gequietscht). 


Man merkt mittlerweile auch, dass der Akku nicht mehr neu ist. Insbesondere in diesem kaltnassen Frühling geht die Leistung des Akkus merklich schneller zurück als noch vor einem Jahr. Ich würde nun die Reichweite im Moment auf ca. 40km schätzen und wenns dann endlich wärmer wird könnten noch ein paar km dazukommen. Derzeit ist das für mich aber noch kein Problem. Durchschnittlich fahre ich noch immer 10-15km bei rund 80m Steigung/Gefälle pro Tag. So habe ich noch immer genügend Akkureserve, denn er wird ja nicht jünger.

Schwimmt gut durch den Restfrühling!
Herzlich grüsst Euer E-Fahrer

Samstag, 28. Juli 2012

Etropolis = Packesel?

Für heute mal etwas ganz anderes... was kann man eigentlich so alles mitnehmen auf dem Etropolis Future?

Heute wollte ich es mal wissen. Ich trotzte dem sonst so hirnverbrannten aber leider häufigen Strassenbild - ein 80'000 Franken teurer SUV (sehr unvernünftiges Vehikel) mit einer Person besetzt, das entspricht etwa 4 bis 6 leeren Sitzplätzen, das im Parkhaus des Supermarkts 2 bis 4 Parkplätze belegt und für die Fahrt zum Supermarkt mehr Energie verbraucht, als ein Future in einer Woche.

Eine Anmerkung hier noch am Rande - vielleicht stehts ja irgendwo oder der verehrte Leser weiss es einfach - ich bin nicht nur Elektrorollerfahrer sondern auch Funkamateur. Dieses Einkaufs-Experiment mit dem Etropolis ist in etwa vergleichbar mit einer interkontinentalen Funkverbindung mit QRP-Equipment, soll heissen maximal mögliche Distanz (oder sogar beihnahe unmögliche Distanz) mit minimaler Funkanlage.
Für alle die es nun genauer wissen möchten, der Artikel zu QRP in Wikipedia.

Ich machte mein Experiment, indem ich heute Samstag mit meinem Future die Dinge einkaufte, die wir seit dem Wocheneinkauf am Mittwoch zusätzlich benötigten oder die in einem anderen Geschäft zu besorgen waren. Es gibt da so ein Gedächtnisspiel: "Ich packe in meinen Rucksack..." ungefähr so könnten sich die nächsten Zeilen lesen :-)

Vorne im "Handschuhfach" waren 2 Pack Powerstrips von A***, mein Geldbeutel und der Schlüsselbund sowie ein Montageband aufgerollt. Was auch drin war - aber das ist immer so - die Kopien der Fahrzeugpapiere und eine orange Sicherheitsweste. Unter dem Sattel verstaute ich nebst dem Ladegerät, dem 5m Verlängerungskabel und dem Energiemessgerät (diese Dinge sind immer dort drin), eine Flasche Himbeersirup, eine Familienpackung Taschentücher (30 Päckchen) und ein Bogen Kehrichtmarken, alles aus dem V***. Im Topcase hinten transportierte ich eine Familienpackung "Chäschüechli" (kleine Käsekuchen) tiefgefroren 12 Stück, 1 Yoghurt, 1 Packung Teigwaren, 2 Gläser Konfitüre, 1 Flasche Tomatensauce, und 500g Brot von C*** und V***. Zu guter letzt lagen zu meinen Füssen eine Familienpackung Toilettenpapier (20 Rollen) und eine Familienpackung Haushaltpapier (8 Rollen), beides aus dem V***. Die zurückgelegte Distanz für diesen Einkauf betrug in etwa 30km. Nach gut 2 Ladestunden war mein Future wieder fit.

Nicht dass ich das nun immer so machen werde aber schon eindrücklich, was da so alles drauf und rein passt...! Und der Platzregen kam etwa 12 Minuten nachdem ich gemütlich wieder zu Hause bei meiner Familie war und alles ausgepackt hatte... ufff...!

Euer Packesel-E-Fahrer, machts gut!

Montag, 23. Juli 2012

Was lange währt...

...wird immer besser....

Willkommen liebe Blogleserin, lieber Blogleser. Ich fahre ihn noch immer sehr gerne und möchte ihn nicht missen, meinen Etropolis Future in Rot.


Seit heute habe ich zudem das lang ersehnte, passende Topcase dazu. Das Warten hat sich gelohnt. Es sieht schick aus und bietet bequem Platz um den Helm, den Regenschutz und die Handschuhe darin zu verstauen. Fünfzehn Monate und die Lieferung zweier unpassender Modelle mussten verstreichen - aber jetzt bin ich happy! Ueberhaupt finde ich die Stauräume bei meinem Roller sehr praktisch. Unter dem Sitz haben das Ladegerät samt Verlängerungskabel und Strommessgerät Platz. Auch das eine oder andere Utensil, das ich mitnehmen möchte findet dort Unterschlupf. Dokumente und eine Leuchtweste lassen sich bestens vorne in der Lenksäule versorgen. Unter uns gesagt... ich hatte dort auch schon mal ein Ersatz T-Shirt oder Badeshorts drin... war alles kein Problem.


Derzeit steht der km-Zähler bei 2840 und seinen ersten Jahrestag hat er jetzt auch schon überstanden. Übrigens suche ich noch nach einer praktischen Lösung, eine Uhr im Sichtbereich zu befestigen. Vielleicht hat ja jemand eine Idee? Sie darf nicht zu hübsch sein, sonst ist sie nicht lange dran...oder ich nehme sie jedesmal weg, wenn ich öffentlich parkiere. Ich weiss es noch nicht.

Seit Februar dieses Jahres mache ich bei einer Aktion von Newride mit. Man protokoliert während zwei Zeitabschnitten, einmal in der kalten und einmal in der warmen Jahreszeit, mindestens 20 seiner Ladezyklen, d.h. Stromverbrauch und gefahrene Kilometer. Zusätzlich kann man auch andere Ereignisse festhalten. So entsteht zusätzlich auch ein interessantes Logbuch zum Fahrzeug. Dieser Aufwand wird dann in Form eines Servicegutscheins beim eigenen Händler mit 100 CHF vergütet. Derzeit bin ich mitten im Erfassen für die warme Zeitspanne. Das Logbuch der kalten Jahreszeit (16.02.-02.04.12) ergab bei mir einen mittleren Verbrauch von 6.5kWh/100km (entsprechen 0.71 Liter Benzin/100km) über gut 440km Distanz und einer durchschnittlichen Ladung von 0.7kWh pro Zyklus. Ich fahre sehr kurze Strecken, selten über 6km pro Weg und meistens 50 bis 100m Höhendifferenz. Das bedeutet, wenn jemand nun 20km im flachen Gelände fährt, würde sich der Verbrauch nochmals merklich reduzieren. Und liebe Interessenten (und Skeptiker), das ist keine Theorie! Das ist Praxis¨:-) Aktueller gehts nicht...

Was hier auch einmal erwähnt sein sollte, ist die Batterie des Etropolis. Diese Silizium Technologie ist bis jetzt einzigartig. Jedenfalls habe ich bis jetzt keine Silizium Akkus gesehen bei E-Rollern. Vielleicht kommen ja noch mehr aber verbreitet sind noch immer andere Batterietechnologien. Wer sich ein bisschen für den E-Antrieb interessiert liesst oft, dass gerade bei den Batterien noch viel Entwicklungspotential liegt. Ich bin gespannt.

Ein grosses Lob hier nochmals an meinen Händler, Doninelli-Velos und Motos in Stäfa, an Hr. Schlatter von Noviens und an den Service von Etropolis in Bremen (D). Vor ein paar Wochen machte sich bei meinem Roller eine Ermüdung des Fehlstromschutzschalters unter dem Sattel dadurch bemerkbar, dass meistens bei langen Steigungen und Vollgas die Stromversorgung unterbrochen wurde. Nach dem erneuten einrasten des Schalters war alles wieder in Ordnung. Innerhalb einer Woche (ich war mal wieder in den Ferien und brauchte meinen Roller nicht) war das Problem behoben.

Allen eine gute Fahrt, bis zum nächsten Mal, Euer E-Fahrer

Freitag, 9. Dezember 2011

Was inzwischen so alles passierte...

Der km-Zähler meines Etropolis zählt inzwischen etwa 1700 Umdrehungen. Seit Anfang Juli dieses Jahres bewege ich ihn fast täglich, selbst jetzt bei 4-10 Grad, bei trockener Witterung (und das war der November ja weiss Gott), fahre ich regelmässig ein paar Kilometer.

Inwischen hatte ich zwei Zwischenfälle, die jeweils einen Besuch in der Werkstatt bzw. beim Importeur nötig machten. Bei einem dritten Problem war ich selber Schuld und liess die Reparatur noch bleiben, da es keine grösseren Einschränkungen für mich bedeutet.

Ein erstes Problem hatte ich im September, als plötzlich die Blinker nicht mehr funktionierten. Alles andere lief tadellos aber die Blinker blieben dunkel. Irgendwie konnte ich mir nicht vorstellen, dass alle Lämpchen defekt sind und so fragte ich beim Händler und auch beim Importeur per Mail nach, was ich tun soll.

Die Lösung war schnell gefunden. Der Techniker in Bremen diagnostizierte und informierte innert wenigen Stunden: Der Blinkergeber scheint defekt zu sein. Das Ersatzteil wurde noch gleichentags in Bremen bestellt und war eine Woche später bei meinem Händler in der Werkstatt. Für mich passte das optimal, da ich sowieso eine Woche in den Bergen verbringen wollte und so konnte ich den Roller vorher noch zum Händler bringen. Nach meinen Ferien konnte ich den reparierten Roller abholen. Der Händler hat auch gleich die gemäss Wartungsinfo nötigen Schrauben nachgezogen und den Bremsen das Pfeifen ausgetrieben. Ich war happy... und das alles so unkompliziert und freundlich - wirklich Top of the Top! Danke...

Der Händler hat auch gesehen, warum der Blinkergeber kaputtgegangen war. Offenbar hat sich eine Isolation eines Kabels verschoben und so zu einem Massekontakt geführt. Er hat daraufhin dieses Kabel zusätzlich mit einem Kabelbinder fixiert.

Das zweite Problem hat mit dem Ladegerät zu tun. Ich kam an einem Werktag in die Firma mit dem Roller und hängte ihn zum Laden an die Netzdose wo er immer steht. Nach etwa einer Stunde rief mich eine Kollegin an und sagte mir, dass im Untergeschoss der Strom ausgefallen sei und es so verbrannt rieche.
Das Ladegerät scheint einen Defekt zu haben und riecht wirklich verbrannt. Zum Glück ist der Roller noch geladen, es reicht um nach Hause zu kommen. Ich meldete mich telefonisch direkt beim Importeur, da ich davon ausgehen konnte, dass der Händler kein Reserveladegerät hat. Ich war ja sein erster Etropolis-Kunde. :)

Ich konnte noch am selben Abend direkt beim Importeur eine nagelneues Ladegerät holen und er half mir ungeschicktem DAU auch noch weiter, als selbst das neue Ladegerät nicht wollte. Ich hatte eine defekte Feinsicherung im Netzsteckeradapter übersehen. Diese hatte beim Kurzschluss ebenfalls ihr Leben ausgehaucht. Da die Etropolis Roller für den Europäischen Markt mit Eurostromstecker geliefert werden, braucht es für den Eidgenössischen Ampère-Transfer einen Adapter - und eben der hat so eine Sicherung drin...hmpf...

Zum Schluss noch das dritte Problem, das ich selbst zu verschulden habe. Ich fuhr vor dem Elektroroller eine Suzuki 125er Tschopper Maschine. Diese hatte einiges an Bodenfreiheit um so richtig schön in die Kurve liegen zu können. Je sicherer ich wurde auf dem Roller, desto mehr bin ich auch damit ab und zu mal in die Kurve gelegen. Das war keine so gute Idee. Irgendwann streifte ich mit dem Seitenständer in einer Linkskurve den Boden und eine leichte Bodenerhöhung dazu. Dies führte dazu, dass sich der Bügel, an dem der Seitenständer montiert ist verbogen hat. Ich denke, dass man den ganzen Ständer inkl. Bügel dann einmal auswechseln muss, denn leider beginnt sich dort auch ein bisschen Rost breit zu machen.
Da ich aber soweiso meistens den Hauptständer benutze, behindert mich das nicht so stark.

Zu guter letzt bleibt mein Dank, dass sich alles so gut ergeben hat - Dank an die Fa. Noviens in Zollikon, an die Fa. Doninelli in Stäfa und natürlich an den technischen Support von Etropolis in Bremen, die alle meine Sorgen bisher mit Kulanz & Garantie kostenfrei gelöst haben.

Allen eine unfallfreie Fahrt, schöne Festtage und einen guten Rutsch ins 2012.
Euer E-fahrer

Montag, 12. September 2011

Der erfolgreiche Ausflug nach Zürich

(Diesen Artikel begann ich im September und habe ihn leider seither liegengelassen. Trotzdem möchte ich ihn noch veröffentlichen, denn der Ausflug war ein tolles Erlebnis mit meinem Roller, 09.12.2011)


Vor ein paar Tagen machte ich mich am Arbeitsplatz schon um 14 Uhr rar und kompensierte ein paar Stunden meiner Mehrzeit. Ich plante einen Besuch bei Freunden in Zürich. Nachdem es am Vormittag des betreffenden Tages zeitweise noch ganz leicht nieselte, fragte ich mich schon, ob es nun der richtige Tag wäre, um eine etwas längere Testfahrt mit meinem Etropolis zu wagen.

Als die Stunde der Wahrheit nahte, war es jedoch nur noch leicht bedeckt, einigermassen warm aber sehr windig. Es waren Böen von bis zu 60km/h zu erwarten. Trotzdem entschloss ich mich zur Testfahrt. Schliesslich erwartete mich in Zürich auch eine gemütliche Runde.

Wie im Handbuch zu meinem Roller zu lesen ist, sollte man wenn immer möglich gemächlich beschleunigen, um die Batterie nicht unnötig schnell zu entladen, also eigentlich gleich wie bei einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor man Benzin sparen kann, wenn man ökologisch fährt, nützt einem das auch beim E-Roller um möglichst viele km ohne Nachladung fahren zu können. Zu diesem Zweck fuhr ich wenn immer nötig und sinnvoll am rechten Strassenrand auf dem Radstreifen, um die schnelleren Verkehrsteilnehmer nicht zu verärgern. Ich pendelte mich ein bei ca. 35 bis 40 km/h.

Die zu fahrende Strecke von ca. 25km führte mich am Zürichsee entlang Richtung Kantonshauptstadt. Meistens konnte man ohnehin nicht viel schneller fahren als 50 km/h oder bei Baustellen noch langsamer. Dementsprechend macht es kaum einen zeitlichen Unterschied, ob man die Strecke mit 35 oder mit 50 km/h zurücklegt.

In Zürich kam ich guter Dinge nach ca. 40 Min. am Zielort an. Das Wetter wurde immer schöner und das Fahren dementsprechend noch angenehmer.

Am Ziel konnte ich den Roller aufladen und schon nach gut zwei Stunden war er wieder voll, denn durch meine ökologische Fahrweise war die Batterie nicht einmal halb leer. Zudem war die Umgebungstemperatur mit rund 23 Grad optimal für die Batterieleistung.

Meine Meinung: Das ist eine Top Leistung des Etropolis!

Frei nach "Space Balls"..."möge der Saft mit Dir sein"....